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Die Beurteilung von EDV-Kosten ist besonders
problematisch, denn ein hoher Ausgabenbeitrag für die Informationsverarbeitung
kann auch einen hohen Automatisierungsgrad bedeuten. Deshalb sind bei der
Ermittlung von Kostensenkungspotentialen die Auswirkungen auf die
Geschäftsprozesse sorgfältig zu beobachten. Es gibt kein Patentrezept
dafür, wie viel oder wie wenig EDV wirklich notwendig ist. Die Maßnahmen
sollten individuell auf Ihre Anforderungen abgestimmt werden.
Die folgenden Punkte dienen als Anregung über
einige Themen nachzudenken:
1. Transparenz:
Ermitteln Sie die Kostentreiber.
Führen Sie eine verursachungsgerechte Leistungsverrechnung ein.
Überprüfen Sie regelmäßig die Leistungen externer Dienstleister.
2. Strategie
und Vision:
Ermitteln Sie die IT-Komponente, die für Sie bzw. Ihre Geschäftsabläufe
am wichtigsten ist. Bauen Sie alle anderen Lösungen darauf auf.
3. „Make
or Buy“:
Konzentrieren Sie sich auf Ihr Kerngeschäft.
Überprüfen Sie in regelmäßigen Abständen wie Sie flexibler werden können
und ob es günstiger ist, IT-Dienstleistungen einzukaufen. Kommen andere
Geschäftsmodelle, wie Leasing, Ausgründung, Outsourcing, Shared Services,
ASP in Frage?
4. Reviews:
Überprüfen Sie ständig Ihre laufenden IT-Projekte. Führen Sie regelmäßig
kurze Reviews durch.
5. Projektmanagement:
Achten Sie auf solides, aber einfach zu handhabendes Projektmanagement.
Komplizierte Projekte können meist nur mit großer Unsicherheit geplant
werden. Verwenden Sie internetbasierte Tools für die Projektsteuerung und
die Kommunikation. Etablieren Sie ein Projektbüro. Entscheidungen,
Dokumente und Aufgabenlisten müssen noch am selben Tag für alle Teammitglieder
abrufbar sein. Schließen Sie Projekte schnellstmöglich ab – auch wenn sie
noch nicht zu 100 % fertig gestellt sind. Sprechen Sie offen und ehrlich
über den Projektstatus.
6. „Start
simple“:
Fangen Sie mit einer Pilotlösung an, um die Abläufe zu trainieren. Der
Wunschzettel – sprich das Pflichtenheft ist meist viel zu umfangreich.
In der Praxis werden viele Funktionen, die zunächst beschrieben werden,
später dann gar nicht benötigt.
7. Kontrolle:
Die Definition der Abläufe und die Optimierung der Geschäftsabläufe hat
oberste Priorität. Respektieren Sie die Lernkurve, aber kontrollieren Sie
ständig, ob die neuen Systeme auch ordnungsgemäß genutzt werden. Viele CRM
und SCM Projekte scheitern, weil die neuen Abläufe nicht gelebt werden.
8. Vorsorge:
Datenschutz ist wichtig und beliebig teuer. Schätzen Sie die Risiken
richtig ein. Sicherheit ist auch eine organisatorische Herausforderung.
Überprüfen Sie frühzeitig Ihre Dienstleister auf die Einhaltung der
Datenschutzbestimmungen.
9. Klarheit
und Verzicht:
Je mehr unterschiedliche Systeme Sie aufbauen, desto kostspieliger wird
die Zukunft.
Sorgen Sie frühzeitig für klare Strukturen - sowohl bei den Daten, als
auch bei der Architektur Ihrer Informationssysteme.
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